PRESSE (WR)
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Detlef Rujanski |
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Streit um die
Zukunft der Siegplatte
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Streit um die Siegplatte: Während
SPD-Bürgermeisterkandidat Detlef Rujanski gestern
ein Wahlkampfplakat, das die farbenfrohe Vision
einer renaturierten Sieg in der Innenstadt
demonstriert, werbewirksam anklebte, regt sich in
der Geschäftswelt Widerstand gegen den Rückbau der
tristen Fluss-Überdachung. Das große Plakat mit
einer Strichzeichnung, gestaltet am Fachbereich
Architektur und Städtebau der Siegener Uni, zeigt
Passanten eine farbige Alternative zum - eher grauen
und wenig attraktiven - Istzustand. Eine
Entscheidung, was mit dem Bau, der im vergangenen
Jahr noch eine neue Decke aus Steinplatten bekommen
hat, passieren soll, muss innerhalb der nächsten
Zeit fallen. "Die Siegplatte steht aus
bauphysikalischen Gründen demnächst zur
Disposition", so Rujanski. "Das Plakat soll zeigen,
wie es an der Sieg aussehen kann. Die Vision soll
endlich Wirklichkeit werden." Er erklärte auf
WR-Nachfrage, dass Abriss und Neugestaltung billiger
sein könnten als eine Renovierung der Siegplatte.
Der Siegener Geschäftsmann Klaus Schreiber ist der
"Erfinder der Siegplatte". Er kämpft seit Jahren für
den Erhalt der "Siegüberkragung" - so der offizielle
Name der Baukonstruktion. "Die Sieg ist ja nicht
zugebaut, sondern wird überkragt. Daher der Name
Siegüberkragung", betont er ausdrücklich. Dem
damaligen Chef der Siegener Wirtschaftsförderung und
späteren Bürgermeister, Hans Reinhardt, habe er 1967
die Idee vorgetragen, die Sieg zu überbauen. Der
Grund: mangelnde Parkflächen. "Wir standen unter
Druck wegen des Einkaufszentrums in Weidenau. Die
haben ja riesige Parkflächen." 1999 hatte Schreiber
überlegt, den umstrittenen Bau über der Sieg zu
kaufen und zu renovieren. Jahrzehntelang sei nichts
in den Erhalt investiert worden, weil ein Abriss
immer wieder zur Diskussion stand. "Daher wird jetzt
gesagt, der Bau sei marode. Aber auch das stimmt
nicht, sondern ist reine Polemik vor der Wahl", so
Schreiber. Mehrere Gründe sprächen für den Erhalt
der Platte: Allein der Abriss koste über 2,5
Millionen Euro. Zudem müsse die Sieg bei einem
Rückbau gestaut werden. Und: Wenn die Platte
abgerissen werde, habe dies massive Konsequenzen für
die Geschäfte am Herrengarten und in der Sandstraße.
Städtebauliche Gründe für einen Abriss sieht
Schreiber nicht: "Siegen ist eine Einkaufsstadt und
kein Badeort." Auch bei einigen Einzelhändlern regt
sich Widerstand gegen die Rückbau-Pläne. Sie
befürchten den Verlust weiterer Parkplätze in der
Unterstadt - und damit weniger Kunden, da viele
Leute weite Wege durch die Stadt scheuten. "Dabei
sind die Parkhäuser nicht mal zu 70 Prozent
ausgelastet", betont Manfred Schneider von der SPD.
Auch am Verkehrskreisel Schleifmühlchen steht seit
gestern ein Plakat der Siegener Sozialdemokraten.
Peter Mörbitz von der SPD erklärt, warum: Wir
fordern den jetzigen Ausbau des Kreisels, und nicht
erst 2010. Der Feinstaub ist über dem Grenzwert, die
Verkehrsbelastung ist zu hoch und die Feuerwehr
kommt bei Einsätzen nicht vernünftig raus."
04.06.2007 Von Bastian Föst Diskutieren im
Internet WR-FORUM Was halten Sie von dem Vorschlag,
die Siegplatte abzureißen und die Sieg zu
renaturieren? Diskutieren Sie mit im WR-Forum:
www.wr-forum. |
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| Wenn es nach Detlef Rujanski geht,
sieht der Bereich rund um die Sieg in der Stadtmitte
bald wie auf diesem Plakat aus. (WR-Bilder: Horstgünter
Siemon) Siegen. |
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