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Die Finanz- und
Wirtschaftskrise sowie die zur Bekämpfung der Krise
vom Bundestag beschlossenen Maßnahmenpakete waren
Thema beim Besuch der Siegener SPD-Fraktion und des
SPD-Bundestagsabgeordneten Willi Brase bei den
Deutschen Edelstahlwerken in Geisweid.
Jürgen Horsthofer,
stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung
der Deutschen Edelstahlwerke, bestätigte die
Wirksamkeit der Maßnahmen der Konjunkturpakete I und
II: „Wegen den Änderungen bei der Kurzarbeit sind
keine betriebsbedingten Kündigungen bei der
Stammbelegschaft geplant.“ Insbesondere die
Weiterqualifizierungsmöglichkeiten würden genutzt,
die von der Arbeitsagentur finanziert und in den
eigenen Betriebsstätten durchgeführt werden.

Jürgen
Horsthofer (5.v.l.), stellvertretender Vorsitzender
der Geschäftsführung, führte die Mitglieder der
Siegener SPD-Fraktion durch das Betriebsgelände der
Deutschen Edelstahlwerke. Im Hintergrund ist ein
neuer Schutzgas-Elektro-Schlacke-Umschmelzofen zu
sehen.
„Die Ausweitung der
Kurzarbeit auf bis zu 18 Monate gibt den
Arbeitgebern Handlungsoptionen – insbesondere bei
den Personalkosten“, lobte Horsthofer die
Gesetzesänderung. Unterstützung bekam er von dem
Betriebsratsvorsitzenden Roland Schmidt, der die
steigende Akzeptanz der Qualifizierungsmaßnahmen
bestätigte: „Früher wurden Qualifizierungsmaßnahmen
fast als Strafe aufgefasst, heute erkennen die
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, dass sie dadurch
für das Unternehmen wichtiger werden und auf dem
Arbeitsmarkt bessere Chancen haben.“
Willi Brase sicherte zu,
diese positive Rückmeldung mit nach Berlin zu
nehmen: „Es ist gut zu wissen, dass die Maßnahmen
der Konjunkturpakete hilfreich sind – für die
Arbeitgeber und die Arbeitnehmer gleichermaßen.“
Im Anschluss an die
Diskussion schloss sich eine Führung durch das
Geisweider Werk der Deutschen Edelstahlwerke an.
Dabei wurden auch die im Oktober 2006 neu
installierten
Schutzgas-Elektro-Schlacke-Umschmelzöfen besichtigt,
mit denen besonders hohe Reinheitsgrade bei der
Stahlherstellung erreicht werden können.
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