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Da sich die Beschwerden
über zu wenige und teilweise überfüllte Busse
insbesondere im Schulbusverkehr und zwischen
Weidenau-Bahnhof und der Universität in der letzten
Zeit gehäuft haben, nutzte die Siegener SPD-Fraktion
bei einer Firmenbesichtigung der VWS die
Gelegenheit, diese Beschwerden an die Firmenleitung
weiterzugeben.
Heinz-Jürgen Reining
(4.v.l.), Geschäftsführer der VWS, erläuterte, dass
dieses Problem bekannt sei. Dies liege insbesondere
daran, dass der Schulbeginn aller Schulen in etwa
zur gleichen Zeit stattfinde und die Schülerinnen
und Schüler überwiegend den letzten Bus zur Schule
nutzen würden. „Die Problematik kann entschärft
werden, wenn entweder die Anfangszeiten der Schulen
teilweise verändert werden oder die Schülerinnen und
Schüler einen früheren Bus zur Schule nehmen“,
schlägt Reining als Lösung vor. Ähnlich verhalte es
sich mit dem Verkehr zum Haardter Berg. Hier bieten
die VWS schon mehr Busse auf, als sie vertraglich
verpflichtet seien einzusetzen, um die Studierenden
morgens pünktlich zur Universität zu fahren. Weitere
zusätzliche Busse könnten jedoch nicht mehr
eingesetzt werden, da die VWS dann an ihre
betrieblichen Möglichkeiten stoßen würden. Geplant
ist allerdings, den Haardter Berg in Zukunft
ausschließlich mit Gelenkbussen anzufahren, da mit
diesen Bussen mehr Fahrgäste befördert werden
könnten. Diese zusätzlichen Fahrzeuge müssen
allerdings erst noch angeschafft werden, was in den
nächsten Jahren geschehen soll.
Über die Anschaffung des
dynamischen Fahrgastinformations- und
Busdispositionssystems für den ZOB unterrichtete
Gerhard Bettermann, stellvertretender Betriebsleiter
der VWS, die SPD-Stadtverordneten. Noch in 2009
sollen die fahrzeugseitigen Voraussetzungen
geschaffen sowie ein Hintergrundsystem angeschafft
werden, welche zur Einführung eines
elektronischen Fahrscheins notwendig sind. Die
Ausschreibung des Fahrgastinformations- und
Busdispositionssystems soll dann im Jahr 2010
erfolgen. Mit der Einführung dieses Systems können
den Fahrgästen die An- und Abfahrtszeiten der Busse
samt zugehöriger Haltestelle angezeigt werden.
Insgesamt sind Investitionen in einer Größenordnung
von 5,4 Mio. € angedacht, wovon ca. 3 Mio. €
bezuschusst werden.
Der SPD-Stadtverordnete
Günther Langer (5.v.l.) bat in diesem Zusammenhang
um eine Absprache mit der Blinden- und
Sehbehindertenvereinigung, da die Busse nach
Einführung des neuen Systems nicht mehr von der
gewohnten Haltestelle der Sehbehinderten aus
abfahren werden.

Ein weiteres Thema war
die Diskussion um die Ausstattung der Busse der VWS
mit Winterreifen. VWS-Betriebsratsvorsitzender
Hans-Dieter Diehl versicherte, dass alle Busse mit
der gesetzlich vorgeschriebenen Bereifung den
Betriebshof verlassen. Wegen der Spursicherheit
werden allerdings auf den Lenkachsen keine
Winterreifen montiert, sondern Ganzjahresreifen.
„Dies führt jedoch sogar zu einer besseren
Fahrsicherheit“, so Diehl.
„Die Einführung des
Schülertickets in 2007 kann als Erfolg angesehen
werden, denn inzwischen sind 5000 Karten verkauft“,
freute sich nicht nur Albert Krumm (l.), Prokurist
der VWS, sondern auch Detlef Rujanski (7.v.l.),
Fraktionsvorsitzender der SPD. „Für die Einführung
des Schülertickets mussten wir dicke Bretter bohren.
Umso schöner, wenn das Schülerticket jetzt so gut
angenommen wird“, so Rujanski weiter, denn insgesamt
8 Schulen bieten dieses Ticket inzwischen in Siegen
an. Die VWS konnten unterm Strich etwa 500 Neukunden
durch das Schülerticket gewinnen, erläuterte Krumm.
Abschließend zeigten sich
die SPD-Mitglieder erfreut, dass die
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der VWS, sofern es
zum Verkauf kommt, wirtschaftlich nicht schlechter
gestellt werden. „Unsere grundsätzliche Kritik an
dem Verkauf der VWS durch die Kreise
Siegen-Wittgenstein und Olpe aber bleibt bestehen.
Der ÖPNV gehört einfach in kommunale Hände“, macht
Rujanski den Standpunkt der SPD klar.
Siegen, den 09.03.09
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