PRESSE
|
Westfalenpost 14.05.07 |
Rujanski mit breiter Brust in die Wahl
SPD-Delegierte wählen
einhellig ihren Bürgermeister-Kandidaten
|
|
|
Siegen. (wp) Detlef Rujanski, SPD, nimmt am 9.
September zum zweiten Mal Anlauf für das Amt des
Siegener Bürgermeisters. Die Delegiertenkonferenz
des Stadtverbandes votierte am Samstag in der
Bismarckhalle einstimmig für den 50-jährigen
Kommunalpolitiker als Kandidat für den BM-Sessel.
Die anschließende Wahlkreis-Konferenz der
Sozialdemokraten bestätigte das Ergebnis.
Bereits 2004 peilte Rujanski den Chefposten im
Rathaus am Markt an und erzielte gegen den
Amtsinhaber Ulf Stötzel ein Achtungserfolg. Nachdem
der durchaus volkstümliche Stötzel altersbedingt
aufhört, werden die Karten in diesem Jahr neu
gemischt. "Gemeinsam handeln" hat sich der
SPD-Fraktionschef aufs Panier geschrieben und gibt
als Zielrichtung Kinder, Jugend und Familie an.
Der selbstbewusste Geschäftsführer des
Studentenwerks Siegen will aber auch etwas für die
Optik Siegens tun. "Die Siegplatte, größte
städtebauliche Sünde der Vergangenheit, muss weg."
Rujanski selbst sieht sich als "ein Mann der
Entscheidungen, immer ausgerichtet auf pragmatische
Entwicklungen, auf das, was machbar ist." Und wenn
er von einem freien Fluss durch die City träumt, von
Bänken und Spazierwegen am Wasser, dann möchte der
nüchtern wirkende SPD-Mann keineswegs als "Verkünder
von Utopien" rüberkommen, sondern durchaus machbare
Wege skizzieren.
Mit einem 10-Punkte-Programm will der rhetorisch
geschliffene Genosse die Wähler auf seine Seite
ziehen. Im Bildungsbereich etwa lehnt der Vater
einer Tochter und eines Sohnes Studiengebühren ab:
"Bildung muss für alle kostenfrei sein." Das gleiche
müsse für Kindertageseinrichtungen gelten.
Wichtiger Baustein für Siegens Stadtentwicklung sei
die Unterbringung von Teilen der Universität ins
Untere Schloß. Zusätzliche Gewerbeflächen
erschließen, Industriebrachen wieder herrichten, -
dies sei unabdingbar zur Stärkung der heimischen
Wirtschaft und für Arbeits- und Ausbildungsplätze.
Im Visier der SPD bleibe nach wie vor das Gebiet "Oberschelden/Seelbach"
mit unbedingter Anbindung an die Autobahn.
Desweiteren auf der Agenda: Erhaltung bestehender
Bausubstanz für künftige Generationen, das
Zusammenleben zwischen Jung und Alt forcieren, pro
Jahr soll weiterhin ein Sportplatz mit Kunstrasen
versehen werden, das Ehrenamt stärken,
eigenverantwortliche Rahmenbedingungen für alte
Menschen schaffen, die Verwaltungsstrukturen
überprüfen und die Finanzen in Ordnung bringen.
Selbstbewusst postuliert Rujanski: "Ich will
Bürgermeister werden und die Verantwortung für
unsere Stadt übernehmen." |
| |
|
| |
| |
|
|
| |
|
| |
|
|