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Pressemitteilung
Siegen, den
28.06.07
Helga Schwarz-Schumann (MdL)
referierte vor Weidenauer SPD
Jasmin Bläser ist neue
stellvertretende Vorsitzende
Siegen-Weidenau.
Jasmin Bläser ist neue
stellvertretende Vorsitzende des SPD-Ortsver-eins
Siegen-Weidenau. Im Beisein des Vorsitzenden Rainer
Lorenz und der Stadtverbandsvorsitzenden Helga
Schwarz-Schumann (MdL) wurde Bläser von den
anwesenden Parteimitgliedern einstimmig gewählt. Die
junge Frau studiert Deutsches und Europäisches
Wirtschaftsrecht an der Universität Siegen. Jasmin
Bläser ist Nachfolgerin von Ursula Gloger, die viele
Jahre stellvertretende Vorsitzende des Ortsvereins
war und dieses Amt kürzlich abgegeben hatte.

Bildbeschreibung:
Jasmin Bläser (Bildmitte) wurde
einstimmig zur neuen stellvertretenden Vorsitzenden
des SPD-Ortsvereins Siegen-Weidenau gewählt. Ihr
gratulierten der Vorsitzende Rainer Lorenz (l.) und
die Landtagsabgeordnete Helga Schwarz-Schumann
(MdL).
„Pannen, Pleiten,
Peinlichkeiten“ - unter diesem Motto stand ein
Referat, das Helga Schwarz-Schumann vor den
Weidenauer Sozialdemokraten hielt. Die
SPD-Landtagsabge-ordnete setzte sich insbesondere
mit der Bildungspolitik der CDU-geführten
Landesregierung auseinander.
„Das neue
Kinderbildungsgesetz (Kibiz) ist kein Fortschritt,
sondern es verschlechtert die Rahmenbedingungen für
die Kindertagesstätten erheblich. Falsch ist zum
Beispiel, die Eltern zwischen unterschiedlichen
Stundenkontingenten (25, 30 oder 35 Stunden) wählen
zu lassen. Die Versuchung, sich aus Kostengründen
für ein niedriges Stundenkontingent zu entscheiden,
dürfte vor allem bei solchen Eltern groß sein, deren
Kinder einer professionellen Betreuung in besonderem
Maße bedürfen“, kritisierte Schwarz-Schumann.
Interessant sei, dass derzeit auf kommunaler Ebene
vielfach - auch mit Unterstützung der örtlichen
Vertreter von CDU und FDP - gegengesteuert werde, um
zu verhindern, dass sich die Elternbeiträge infolge
der Landesgesetzgebung erhöhen. „Dies führt dazu,
dass viele Eltern die Auswirkungen dieser falschen
Politik gar nicht zu spüren bekommen. Leidtragende
sind allerdings die Eltern in finanziell
notleidenden Kommunen. Denn ihnen ist es untersagt,
eigenes Geld einzusetzen, um die misslichen Folgen
der Landespolitik abzufedern“, erläuterte die
SPD-Politikerin.
In Sachen neues
Schulgesetz kritisierte Helga Schwarz-Schumann die
erfolgte Aufhebung der Grundschulbezirke und die
Wiedereinführung von Kopfzensuren. Hart ins Gericht
ging die SPD-Politikerin auch mit der Verkürzung der
Gymnasialzeit auf 12 Schuljahre bis zum Abitur
(„9+3“-Modell). „Für Real- und Hauptschüler, die auf
das Gymnasium wechseln, bleibt es dagegen bei 13
Schuljahren, denn sie müssen – nach dem Schulwechsel
– die 10. Klasse erneut absolvieren. Dies führt
dazu, dass weniger Real- und Hauptschüler/innen ihre
Schullaufbahn bis zum Abitur fortsetzen. Die
Durchlässigkeit innerhalb des Schulsystems schrumpft
also“, legte Helga Schwarz-Schumann (MdL) den Finger
in die Wunde. Sie ging auch auf das Thema
‚Gesamtschulen’ ein: „Sie sind der CDU und - noch
mehr - der FDP ein Dorn im Auge. Da aber viele
Eltern diese Schulform für ihre Kinder bevorzugen,
wagt es die Landesregierung nicht, die Gesamtschulen
abzuschaffen. Stattdessen versucht man, sie
durch eine Umschichtung
finanzieller Mittel zugunsten der Hauptschulen
(sozialpädagogische Betreuung, Ganztagsbetrieb)
weniger attraktiv zu machen.“ Dass für die
Hauptschulen mehr getan werde, sei zwar zu begrüßen,
aber hier müsse zusätzliches Geld investiert werden,
forderte die SPD-Politikerin.
Weiteres Thema war die
Einführung von Studiengebühren an den Hochschulen
des Landes. Schwarz-Schumann wies darauf hin, dass
die Zahl der Studienanfänger - trotz steigender
Abiturientenzahlen - inzwischen rückläufig sei. „Die
Studiengebühren stellen für viele Familien, die
gleichzeitig mehrere Kinder im studierfähigen Alter
haben, ein unüberwindbares Problem dar. Folge ist,
dass nicht mehr alle junge Menschen, die das können
und wollen, studieren.“ Dies führe auch dazu, dass
immer mehr Abiturienten auf den normalen
Ausbildungsmarkt drängen, dies wiederum wirke sich
nachteilig auf die Lehrstellensuche von Real- und
Hauptschülern aus.
„Bildung verkommt unter
der CDU-geführten - und von der FDP dominierten -
Landesregierung immer mehr zu einem Privileg gut
situierter Familien. Auf diese Weise verschwendet
die Landesregierung menschliche Ressourcen, auf die
unser Land doch so dringend angewiesen ist“, fasste
Ortsvereinsvorsitzender Rainer Lorenz zusammen.
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